Meditationen


STILLE IST.

„Du Bist Stille, Du, 
Alle Und Alles Seiend.“


​~ 1 ~

Stille ist –  das ist der Anfang und das Ende. 

Einzig Stille ist.

Stille ist der Urgrund, die unendliche Quelle allen Erfahrens.

Stille vollendet sich in und als jeder Augenblick des Erfahrens.

Dieser Augenblick ist der Urgrund,

ist Stille und ihre Vollendung selbst,

dieser Augenblick seiend.

Stille muss nicht erreicht werden.

Stille kann nicht erreicht werden.

Stille ist bereits vollständig zugegen.

Nichts kann Stille hinzugefügt werden,

nichts kann Stille mindern.

Alles dieses und jedes Augenblicks ist ganz und unversehrt.

Alles ist Stille, sich selbst seiend,

als du, als alle, als alles.


​~   2   ~


Entspanne in Stille. 

Das „Reich Gottes“,

das Reich der Stille,

ist in dir.

Alles deines Erfahrens

ist das „Außen“ des „Innen“;

es ist die Darstellung,

die Form, der Ausdruck von Stille.


Glaube nicht, an den Gedanken, Empfindungen und

all den Bildern „dieser Welt“ festhalten zu müssen.

Alle Eindrücke der Wahrnehmung

sind aus sich selbst heraus nichts.

Einzig Stille ist.


Entspanne in Stille hinein.

Lehne dich in Stille zurück.

Entspanne, lasse zu, erlaube.


Fühle den Frieden,

spüre die Weite,

schmecke die Freiheit

und bade in der Liebe

von Stille.

Hier – in Stille, in der Tiefe deines Seins –

offenbart das Licht der Stille

deine Ganzheit und Unversehrtheit.


~  3  ~

Erlaube dir alle Sinneseindrücke 

so zu lassen,

wie sie erscheinen.


Es spielt keine Rolle,

ob der Intellekt die Erfahrung als

gut oder schlecht,

als angenehm oder unangenehm bezeichnet.


Lasse alle Sinneseindrücke so,

wie sie erscheinen

und schenke ihnen damit die Freiheit,

sich als das zu offenbaren,

was sie wirklich sind.


Wer bist du,

da du alle Sinneseindrücke freigibst?


Wer bist du,

da du an den Eindrücken dieser Welt

nicht festhältst?


Wer bist du?


Bist du nicht der Raum der Stille,

der unermessliche Körper der Stille,

der alles Erfahren umschließt?


Ist der Körper der Stille

nicht grenzenlos, unendlich, vollkommen und frei?


Lasse den Körper der Stille, den Raum der Stille,

mehr und mehr seine Natur offenbaren …


Fühle seine Grenzenlosigkeit, seine Unendlichkeit,

seinen Frieden, seine Vollkommenheit.


Erlaube dir, als der Körper der Stille zu ruhen.


Werde dir nun deines individuellen Körpers gewahr.


Ist dein individueller Körper von Stille getrennt?

Ist er ein separater, persönlicher Körper?


Ist Stille „dort“ und dein Körpereindruck „hier“?


Verliert der Körper der Stille seine Unbegrenztheit,

seine Unendlichkeit und seine Vollkommenheit,

da er sich als individueller Körper bewusst wird?


Wird der Körper der Stille

zu etwas Festem, etwas Physischem –

wird er zu etwas Gegenständlichem?


Ist es nicht der Körper der Stille,

der deinen individuellen Körper ausmacht und lebt?


Fühlst du das Einssein?

Fühlst du die Ganzheit?

Fühlst du die Unversehrtheit?


Ruhe in und als Stille.



~  4  ~

Sprich sanft das Wort „Ich“.


Woher kommt „Ich“?

Was ist die Quelle von „Ich“?


Frag das Wortlose, frag Stille:


Woher kommt „Ich“?

Was ist die Quelle von „Ich“?

    Vernimm die Worte der Stille:


Ich, Stille, bin die Quelle deines Sprechens.

Ich, Stille, bin die Quelle deines Hörens.


Wenn du „Ich“ sprichst,

wenn du „Ich“ hörst,

vernimmst du meinen Namen.


Ich selbst jedoch bin jenseits meines Namens.


Ich bin das Wortlose.


Ich bin Stille.


Lasse meinen Namen in deinem

Körper schwingen.


Ich …

Ich …

Ich …


Lasse meinen Namen als deinen Körper schwingen.


Ich …

Ich …

Ich …


Lasse deinen Körper Meinen Tempel sein.


Wisse, wo und wann immer du „Ich“ sprichst,

wo und wann immer du „Ich“ hörst:

Ich bin das einzige Ich.

Daher bin Ic​​​​​h das Ich von dir.

Daher bin Ich das Ich von allen.

Und Ich bin Stille.


Ruhe in Mir.



~  5  ~

Stille ist vollkommen still.

Stille verändert sich niemals.


Stille ist Ist.


Und doch ist Stille

all-aktiv, all-wissend, all-liebend

all-versorgend, all-regierend,

all-gebend, all-offenbarend.


Stille ist Prinzip.

Stille ist Gesetz.

Stille ist das eine und einzige Wirken.


Das einzige Wirken seiend,

ist Stille still und unveränderlich

als ewiges Prinzip ihrer selbst.


Stille ist das Ich von dir.

Stille ist die Quelle

all deines Erfahrens.


Stille, die Quelle,

fließt und erfüllt sich

durch das Prinzip ihrer selbst,

als du.


Du bist das Prinzip der Stille,

du bist das Gesetz der Stille –

du seiend.



~  6  ~

Stille, absolute Stille,

ist der Raum,

der allem Erfahren

erlaubt zu sein.


Und doch ist nur Stille,

absolute Stille.


Stille, absolute Stille,

gibt das Licht,

das alles Erfahren erhellt,

gibt die Liebe,

die alles Erfahren umschließt.


Und doch ist nur Stille,

absolute Stille.



~  7  ~

Dieser Augenblick

und dieser Augenblick

und dieser Augenblick …

Jeder Augenblick ist

derselbe eine Augenblick von Stille,

ewig ihre Formen offenbarend.


Einzig Stille ist …

Augenblick

um Augenblick.



~  8  ~

Stille ist Licht.

Licht ist Gewahrsein.

Gewahrsein ist Form.


Gewahre als Stille,

und Stille leuchtet

als Form.



~  9  ~

Gott ist Stille.

Stille ist Gott.


Gott ist Stille.

Und da Gott alles ist,

ist Stille alles.


Gott ist Stille.

Und da Gott überall ist,

ist Stille überall.


Gott ist Stille.

Und da Gott dein Gewahrsein ist,

ist Stille dein Gewahrsein.


Gott ist Stille.

Und da Gott als du lebt,

lebt Stille als du.


Gott ist Stille.

Und da Gott das Ich von dir ist,

ist Stille das Ich von dir.


Gott ist Stille.

Stille ist Gott.


~  10  ~

Einzig Stille ist.


Versuche nicht Stille zu kennen –

du kannst es nicht.


Gewahre Stille.

Fühle Stille.

Liebe Stille.


Da du Stille gewahrst,

gewahrt Stille dich.


Da du Stille fühlst,

fühlt Stille dich.


Da du Stille liebst,

liebt Stille dich.


Nun kennst du Stille.



~  11  ~

Einzig, weil du die Liebe der Stille bist,

vermagst du Stille zu gewahren.


Einzig, weil du das Licht der Stille bist,

vermagst du Stille zu lieben.



Einzig, weil du Stille selbst bist,

sind Liebe und Licht dein.



~  12  ~

Meditation über Selbstliebe


Erlaube dir, in der Präsenz

des einen, ungeteilten und unteilbaren Lebens zu ruhen.

Erlaube dir zu empfinden, dass diese Präsenz aus Stille ist.

Du musst nicht still werden – Stille ist.

Einzig Stille ist – Getrenntsein ist nicht.


Stille ist,

was dich gänzlich ausmacht.

Stille ist die Essenz, die Substanz,

deines Geistes, deines Körpers und all deines Erfahrens.

Da Stille dich gänzlich ausmacht, ist Stille das, was du bist.



Erlaube dir zu erkennen, dass Stille Liebe ist.

Du musst nicht lieben – Liebe ist.

Einzig Liebe ist – Lieblosigkeit ist nicht.

Liebe ist das, was dich gänzlich ausmacht.

Liebe ist die Essenz, die Substanz,

deines Geistes, deines Körpers und all deines Erfahrens.

Da Liebe dich gänzlich ausmacht, ist Liebe das, was du bist.



Ruhe im Empfinden, dass Stille Liebe ist.

Ruhe im Empfinden, dass Liebe Stille ist.

Ruhe im Ozean der Stille.

Ruhe im Ozean der Liebe.



Stille ist frei von menschlichen Auffassungen über sich selbst.

Liebe ist frei von menschlichen Auffassungen über sich selbst.

Stille ist einzig, was sie ist … als du!

Liebe ist einzig, was sie ist … als du!

Stille kennt kein persönliches, separates Selbst.

Liebe kennt kein persönliches separates Selbst.



Stille ist alles von dir.

Liebe ist alles von dir.

Stille kennt nur sich – als dich!

Liebe kennt nur sich – als dich!

Stille liebt nur sich – als dich!



Deine Erfahrung von dir selbst

ist einzig die Erfahrung der Stille von sich selbst!

Du bist Stille – du und all dein Erfahren seiend.

Deine Erfahrung von dir selbst

ist einzig die Erfahrung der Liebe von sich selbst!

Du bist Liebe – du und all dein Erfahren seiend.



Erlaube dir zu empfinden,

wie Stille all dein Erfahren ausmacht.

Erlaube dir zu empfinden,

wie Liebe all dein Erfahren ausmacht.

Dein Erfahren ist das Erfahren der Stille – du seiend.

Dein Erfahren ist das Erfahren der Liebe – du seiend.



Du bist Stille und Liebe – du seiend.

Du bist der Tanz von Stille und Liebe.

Du bist die Meditation von Stille und Liebe.

Du bist das Kind von Stille und Liebe.

Du bist der Gast von Stille und Liebe.

Stille und Liebe sind dein Selbst.



Stille liebt sich selbst – in dir.

Stille liebt sich selbst – als du.

Dies ist Selbstliebe.

Dies bist du.



Liebe ist still – in dir.

Liebe ist still – als du.

Dies ist Selbstliebe.

Dies bist du.



In Stille kannst du lieben.

In Liebe kannst du still sein.

Als Stille kannst du Liebe sein.

Als Liebe kannst du Stille sein.



Liebe Stille mit der Liebe, mit der sie dich liebt.

Schenke Stille deine Liebe.

So liebst du Stille.

So fühlst du Stille.



Schenke Stille deine Liebe – und …

Stille „liebt sich zurück“ zu dir.

Stille „fühlt sich zurück“ zu dir.

Fühle Stille du seiend.

Fühle Liebe du seiend.

Dies ist Selbstliebe.

Dies bist du.